Heute wurde die Feuerwehr Neuberg (OT Ravolzhausen) zu einer Tierrettung alarmiert. Ein Schaf hatte sich in einem Zaun verfangen, konnte jedoch glücklicherweise bereits vom Eigentümer befreit werden.
 
Nach der Wahl durch die Einsatzabteilung vom 15.Februar und formellen Prüfung wurden heute Dr. Christian Klein zum Wehrführer und Sascha Blattner zum Stellvertretenden Wehrführer durch Bürgermeister Jörn Schachtner im Beisein des Gemeindevorstandes (im Rahmen einer Sitzung dessen) und der Gemeindebrandinspektion offiziell vereidigt und zu Ehrenbeamten auf Zeit in Ihren Ämtern ernannt.

In eigener Sache

Wir möchten betonen, dass wir als Feuerwehr politisch neutral sind. Gleichwohl hoffen wir im Sinne der ehrenamtlich Tätigen mit einigen Missverständnissen aufzuräumen.

Eine ausführliche Fassung und weitere Informationen finden sie unter
www.feuerwehr-neuberg.eu    News (hier auf Link klicken)

Was bedeutet Freiwillige Feuerwehr?

Die Gemeinde ist per Gesetz verpflichtet eine den örtlichen Erfordernissen entsprechende leistungsfähige Feuerwehr aufzustellen, diese mit den notwendigen baulichen Anlagen und Einrichtungen sowie technischer Ausrüstung auszustatten und zu unterhalten. In Neuberg, wird dies durch die ehrenamtlichen Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehren realisiert, die rund um die Uhr über Funkmeldeempfänger alarmiert werden können.

Warum ein Neubau? Es gibt doch schon zwei Feuerwehrhäuser…

Durch den Technischen Prüfdienst Hessen wurden bei der Begehung in 2021 beide Feuerwehrhäuser auf „Rot“ gesetzt, das heißt unverzüglich baulicher und sicherheitstechnischer Handlungsbedarf an Gebäuden, Anlagen und Einrichtungen. Gravierende Mängel liegen unter anderem vor bei Arbeitssicherheit und Hygiene (z.B. Schwarz-Weiß-Trennung).  Zwei Standorte sind aus vielerlei Hinsicht nicht mehr sinnvoll und tragbar. In Neuberg haben sich die Mitglieder der Einsatzabteilung zudem bereits vor über zwei Jahren zusammengesetzt und erarbeitet, wie man aktuelle Punkte optimieren kann und kamen zu dem Ergebnis, hier eine gemeinsame Feuerwehr anzustreben.

Was wünscht sich denn die Feuerwehr?

Es geht hier nicht darum „Wünsche“ zu erfüllen. Die Feuerwehr wünscht sich kein Spielzeug, sondern benötigt Mittel, um ihre gesetzlichen Aufgaben zu erfüllen und die Gemeinde stattet sie nach Bedarf und Vorschriften für den Ernstfall aus, damit Bürgerinnen und Bürger professionell Ihren Mitbürgerinnen und Mitbürgern helfen können.

Warum eigentlich ausgerechnet ein Neubau am Bolzplatz? Geht das nicht woanders?

Die Gemeinde entscheidet über den Standort und klar sind alle Belange zu berücksichtigen.
Der Bolzplatz erfüllt die Anforderungen, deswegen wurde er damals in die Konzeption aufgenommen. Wichtig ist, dass die Anforderungen an Größe und Lage (Ortsmittelpunkt aufgrund Hilfsfrist) erfüllt werden. Der Bolzplatz befind sich im Besitz der Gemeinde andere Grundstücke müssten gekauft werden und erschlossen.

Ist die Feuerwehr nicht schon der teuerste Verein im Ort?

Bei der Definition des Begriffes „Freiwillige Feuerwehr“ muss man grundsätzlich unterscheiden zwischen den Fördervereinen und den aktiven Abteilungen der Feuerwehr als öffentliche Einrichtung der Gemeinde. Die öffentliche Feuerwehr umfasst Einsatzabteilung, Kinderfeuerwehr, Jugendfeuerwehr sowie Ehren- & Altersabteilung.

Bei den Fördervereinen handelt es sich um ganz normale private Vereinigungen genau wie bei einem Gesangverein oder einen Sportverein. Sie unterstehen im Gegensatz zur öffentlichen Feuerwehr nicht der Gemeinde.

Bereits vor 25 Jahren wäre ein gemeinsames Feuerwehrhaus der richtige Schritt gewesen. Dieser ist nun dringend nötig.

Wir bitten die Politik für unsere Einsatzkr fte in Neuberg und auch zur Sicherung des ehrenamtlichen Systems hier konstruktiv und zielorientiert voranzuschreiten.

Neuberg im März 2022

Gemeindebrandinspektion Neuberg - Uwe Reifenberger und Daniel Alt
Wehrführung Neuberg – Ravolzhausen – Dr. Christian Klein und Sascha Blattner
Wehrführung Neuberg – Rüdigheim – Michael Heck und Jörg Lukowics

In eigener Sache

In den politischen Gremien und sozialen Medien werden aktuell Diskussionen um den Standort zum Bau eines gemeinsamen Feuerwehrhauses in Neuberg geführt.

Daraus ergeben sich viele Fragen, insbesondere wenn man nur teilweise Einblicke in die Gesamtsituation erhält.

Wir möchten betonen, dass wir als Feuerwehr politisch neutral sind. Gleichwohl hoffen wir im Sinne der ehrenamtlich Tätigen mit einigen offensichtlichen Missverständnissen aufzuräumen.

Neuberg braucht ein funktionelles Feuerwehrhaus, um die Sicherheit seiner Bürger zu gewährleisten. Die Faktoren Standort und Ausstattung sind dabei von entscheidender Bedeutung.

 

Was bedeutet Freiwillige Feuerwehr?!

Die Freiwillige Feuerwehr heißt deswegen freiwillig, weil deren Mitglieder sich freiwillig und ehrenamtlich bereit erklärt haben ihre Freizeit für ihre Gemeinde zur Verfügung zu stellen.

In Deutschland sind ca. 1,5 Millionen Menschen in freiwilligen Hilfsorganisationen tätig. Sie bilden das Rückgrat des Zivilschutzes. Erst in Städten ab 100.000 Einwohnern ist eine Berufsfeuerwehr mit ständig besetzter Wache vorgeschrieben.

In den meisten anderen Fällen, so auch in Neuberg, wird dies durch die ehrenamtlichen Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehren realisiert, die rund um die Uhr über Funkmeldeempfänger alarmiert werden können. Zwar gibt es einen Lohnersatz, wenn man wegen eines Einsatzes den Arbeitsplatz verlässt, trotzdem ist die Vereinbarkeit von Beruf, Familie und persönlicher Freizeit heutzutage immer schwieriger zu meistern und bedeutet besondere Herausforderungen.

Das Einsatzspektrum beschränkt sich nicht “nur” auf das Löschen von Bränden. Es reicht von einfachen technischen Hilfeleistungen über Chemieunfälle, Umweltschutz und Verkehrsunfälle bis hin zum Einsatz bei Großschadenslagen im Katastrophenschutz. Die Ausbildung der Einsatzkräfte ist über gesetzliche Vorschriften geregelt, um eine gleichbleibend professionelle Qualität im gesamten Land Hessen zu gewährleisten.


Hobby, Berufung, Leidenschaft, unbezahlter Nebenjob...
... wie man es auch nennen mag, Feuerwehrmann oder -frau zu sein ist eine sehr interessante,
faszinierende und abwechslungsreiche Tätigkeit. Ständige neue Herausforderungen und Aufgaben erfordern eine umfangreiche Ausbildung, welche ständig erweitert, aufgefrischt und aktualisiert werden muss. Sowohl eine gewisse körperliche Fitness, Flexibilität, als aber auch die Beherrschung der vielseitigen feuerwehrtechnischen Aufgaben sind die Voraussetzung, um aus
Technik und Mensch eine tatkräftige Einheit zu bilden. Kameradschaft und Zusammenhalt sind von absoluter Wichtigkeit, da im Ernstfall sich jeder auf jeden verlassen können muss.
Hierbei kann uns übrigens jeder unterstützen und/oder mitmachen!

 

Wie ist die Situation in Neuberg?

Gibt es eine Berufsfeuerwehr in Neuberg? Ganz klar: Nein.

Die Gemeinde ist per Gesetz verpflichtet eine den örtlichen Erfordernissen entsprechende leistungsfähige Feuerwehr aufzustellen, diese mit den notwendigen baulichen Anlagen und Einrichtungen sowie technischer Ausrüstung auszustatten und zu unterhalten.

Obwohl die Mitglieder freiwillig sind, unterstehen sie rechtlich der Gemeinde, sie sind ehrenamtliche Mitarbeiter und unterliegen deshalb auch den Gesetzen zu Arbeits- und Gesundheitsschutz, was gerade wegen der Freiwilligkeit eigentlich selbstverständlich sein sollte.

Eine Berufsfeuerwehr würde zur Erhaltung der Sicherheit, wie es heute unsere freiwillige Feuerwehr liefert, einen Millionenbetrag pro Jahr für Neuberg bedeuten. Insbesondere da bei der freiwilligen Feuerwehr die Bereitschaftszeit nicht bezahlt wird.

Eine zentrale hauptamtliche Feuerwehr an einem überörtlichen Standort würde Nachteile in der Hilfsfrist für den sogenannten „Grundschutz“ bedeuten. Sehr aufwändige und teure Funktionen wie die Atemschutz- und Schlauchwerkstatt werden bereits heute in der interkommunalen Zusammenarbeit mit den Nachbarkommunen durchgeführt. Teure Spezialfahrzeuge wie zum Beispiel die Drehleiter werden aktuell von größeren Stützpunkten wie Langenselbold oder Hanau vorgehalten und können bei Bedarf angefordert werden.

Trotzdem werden in Neuberg mehr als 5000 Stunden Einsatz- und Ausbildungsdienst jährlich ehrenamtlich geleistet. Hinzu kommen noch mehr als 5000 Stunden der Führungskräfte, Jugendarbeit und Gerätewarte (teilw. bis zu 500 Stunden pro Person) für den Erhalt der Einsatzbereitschaft und die Verwaltung und Organisation.

Weiterhin ist es unsere Pflicht in Sachen des Brandschutzes der allgemeinen Hilfe und zum Erhalt einer Leistungsfähigen Feuerwehr den Gemeindevorstand und die politischen Gremien zu beraten.

Das sind zusammen über 10.000 Stunden ehrenamtliche Tätigkeit für die Gemeinde!

Warum ein Neubau? Es gibt doch schon zwei Feuerwehrhäuser…

Der Zustand der aktuellen Häuser entspricht leider nicht mehr aktuellen Anforderungen. Durch den Technischen Prüfdienst Hessen wurden bei der Begehung in 2021 beide Feuerwehrhäuser auf „Rot“ gesetzt, das heißt unverzüglich baulicher und sicherheitstechnischer Handlungsbedarf an Gebäuden, Anlagen und Einrichtungen. Das ist vergleichbar damit, wenn das Auto beim TÜV durchgefallen ist.

Gravierende Mängel sind in der Arbeitshygiene vorhanden. Die sogenannte Schwarz-Weiss- Trennung, welche einen Schutz der Einsatzkräfte vor Verschleppung gesundheitsgefährlicher Stoffe bietet, ist nicht gegeben. Diese Gefahr ist nach jedem Brandeinsatz akut. Es besteht weiterhin keine richtige Möglichkeit nach dem Einsatz zu duschen, die Einsatzkräfte tragen den Schmutz im schlimmsten Fall nach Hause zu ihren Familien. 

Zum anderen bestehen Gefahren bei der Kreuzung von Fahr- und Laufwegen sowie beim Platzbedarf von Laufwegen zwischen Fahrzeugen, um nur die markentesten Punkte zu nennen. Auch Lagerflächen für den Bevölkerungsschutz stehen nicht zur Verfügung.

Hier geht es um Sicherheit, Gefahren und Notwendigkeiten welche sich aufgrund der Erkenntnisse und Weiterentwicklung heute ergeben. Akute organisatorische und einfache bauliche Maßnahmen wurden schon eingeleitet, diese sind aber halt nur temporär und bedingt wirksam.

Selbst durch komplette Neubauten an den aktuellen Standorten wären die Mängel nicht zu beheben, da schlicht keinerlei Platz mehr vorhanden ist sich irgendwie ausdehnen.

Die aktuellen Standorte sind teilweise über 70 Jahre alt. Vor gut 20 Jahren wurden die Gebäude für das damals notdürftigste saniert. Am Standort Ravolzhausen beispielsweise wurde ein Notbehelf mit vorgesetzten Toren realisiert, da die Größe der Fahrzeuge nicht berücksichtigt wurde beim Bau.

Die Standorte der alten Häuser waren ausgelegt für die beiden Dörfer Ravolzhausen und Rüdigheim vor 50 Jahren aber die Zeit hat sich weiterentwickelt.

Weiterhin geht es aber auch um die Effizienz des Ausbildungs- und Einsatzdienstes. Es geht darum, dass sich bei unserer Größe und dem Zusammenwachsen der Gemeinde zwei Standorte einfach nicht mehr tragen. Wir haben viele motivierte und talentierte Mitglieder aber wir haben auch einen Rückgang der Mitglieder aus den geburtenstarken Jahrgängen zu verzeichnen.

Neben dem demographischen Wandel wird leider auch die Bereitschaft für ein solches Ehrenamt und das Verständnis dafür weniger. Vor diesem Hintergrund ist es schlichtweg nicht mehr tragbar, dass hier mit wachsenden Aufgaben doppelte Arbeit geleistet werden muss an zwei Standorten, an einem Standort wäre vieles zentralisiert und Doppelstrukturen würden wegfallen.

In der Praxis ist es bereits so, dass beide Ortsteile meistens zusammen alarmiert werden, um die Alarmstärke zu sichern. Trotzdem bedingt es halt immer einer weiteren Abstimmung an der Einsatzstelle und doppelte Besetzung von Funktionen, wenn man aus zwei Standorten ausrückt. Bei einem gemeinsamen Haus ist eine einfachere Struktur gleich gegeben und muss nicht erst koordiniert werden.

Diesem Vorbild folgen aktuell auch viele andere Gemeinden im Umkreis.
Oft ist es sogar umgekehrt der Fall, dass die Politik dies forciert und die Feuerwehren dies nicht mitgehen im Zuge des bekannten Kirchturmdenkens.           

In Neuberg haben sich die Mitglieder der Einsatzabteilung bereits vor über zwei Jahren zusammengesetzt und erarbeitet, wie man aktuelle Punkte optimieren kann und kamen zu dem Ergebnis, hier eine gemeinsame Feuerwehr anzustreben. Dies wurde schon dort umgehend in die politischen Gremien bei allen eingebracht und mit sehr viel ehrenamtlicher Arbeit ausgearbeitet. Leider zieht es sich seitdem hin. Die Kostensteigerung wird nicht weniger und die jährlichen Fristen zur Einreichung der Förderung und Genehmigung durch das Land verstreichen immer wieder, was die Chancen auf zeitnahe Fördermittel immer wieder verlängert.

Was wünscht sich denn die Feuerwehr?

Es geht hier nicht darum „Wünsche“ zu erfüllen. Die Feuerwehr wünscht sich kein Spielzeug, sondern benötigt Mittel, um ihre gesetzlichen Aufgaben zu erfüllen und die Gemeinde stattet sie nach Bedarf und Vorschriften für den Ernstfall aus, damit Bürgerinnen und Bürger professionell Ihren Mitbürgerinnen und Mitbürgern helfen können.

Natürlich trägt eine hochwertige Ausrüstung zur Motivation bei, das steht außer Frage.  Aber die wirkliche Motivation liegt nicht in den Autos, Geräten oder dem Feuerwehrhaus: Wir wollen helfen und dafür brauchen wir die Mittel für heute und für Morgen!

Bisher konnte man sich hier in Neuberg immer auf solide Unterstützung und konstruktiven Umgang verlassen. Sowas hebt die Motivation auch nur kurzfristig, aber es sei auch erlaubt dies zu fordern, denn wenn man seine Freizeit hier investiert und durchaus seine Gesundheit riskiert, dann sollte man auch Spaß daran haben und sich vor allem sicher fühlen.

Daher empfehlen wir hier eine Lösung nicht erst übermorgen. Selbstverständlich sind verschiedene Prozesse nötig, dass verstehen wir und wir bekommen durchaus auch konstruktives Feedback zu spüren, wofür wir sehr dankbar sind. Allerdings bitten wir hier doch um einheitliches konstruktives Voranschreiten und Unterstützung.

Wir sind uns als Feuerwehr bewusst, dass der Neubau eines gemeinsamen Feuerwehrhauses die größte Einzelinvestition in der bisherigen Geschichte Neubergs darstellt. Wir reden hier von viel Geld und das muss ordentlich geplant und vorbereitet werden. Genau deshalb wollen wir nicht kurzfristig planen für 5 Jahre, sondern langfristig für 50 Jahre um auch in der Zukunft Sicherheit für Neuberg garantieren zu können.

Warum eigentlich ausgerechnet ein Neubau am Bolzplatz? Geht das nicht woanders?

Auch Angehörige der Freiwilligen Feuerwehr sind Mitbürgerinnen und Mitbürger, auch wir sind Eltern und haben Kinder, wir verstehen alle Ansätze. Und es obliegt nicht uns einen Standort zu wählen. Wir können nur beraten.

Aus unserer Sicht gibt es zwei zentrale Anforderungen an den neuen Standort:

  1. er muss in der Ortsmitte liegen, da sonst die Hilfsfristen nicht eingehalten werden können zwecks Anfahrt der Kräfte und Ausrücken der Einsatzfahrzeuge.
  2. Er muss groß genug sein, um ein gemeinsames Feuerwehrhaus mit Fahrzeughalle, Werkstatträumen, Sozialräumen, Schulungsraum, Umkleiden, Duschen, Lagerflächen für den Zivil- und Katastrophenschutz, Funkzentrale, Besprechungsraum, Übungsflächen, Parkplätzen etc. vernünftig planen zu können.

Einen Standort mit diesen Anforderungen gilt es durch die Gemeinde zu finden. Die Gemeinde entscheidet am Schluss. Weitere Belange wie öffentliche Sportflächen müssen berücksichtigt werden, Dinge wie etwa die Nutzung als Parkplatz für die zentrale Sportanlage haben ganz klar ihre Berechtigung. Die Möglichkeit zur Nutzung von Flächen für die mögliche Entwicklung einer Ortsmitte in der Zukunft spielen auch eine entscheidende Rolle.

Das Thema Schulweg ist auch in diesem Zusammenhang zu nennen. Es soll nicht direkt auf diesen ausgefahren werden, sondern erst auf die Schulstraße um sich so in den regulären Verkehr einzugliedern. Derzeit kreuzen wir auch Fußgängerwege und befinden uns sogar in einer Spielstraße. Unsere Kräfte müssen beim Parken auf dem Weg zur Umkleide befahrene Straßen überqueren.

Daher verstehen wir, dass der Bolzplatz nicht ersatzlos wegfallen soll, aber es geht hier darum pragmatisch Lösungen zu finden.

An einen Standort gibt es nun mal viele Anforderungen wie etwa Vorgaben zu Anfahrtswegen, Ausfahrten und vieles andere mehr. Nach unseren Kenntnissen erfüllt der Bolzplatz diese Anforderungen, deswegen wurde er damals in die Konzeption aufgenommen. Um in die Förderung und Genehmigung des Landes Hessen zu kommen, wird ein Grundstück in Besitz der Gemeinde benötigt, dies ist die erste Grundlage!

Auch sind andere Flächen hier wohl begrenzt und stehen, wenn überhaupt, bedingt zum Verkauf.  Man sollte das Ganze auch nicht „spitz auf knapp“ dimensionieren, um nicht in 20 Jahren wieder vor einem Problem zu stehen.

Als Steuerzahler fragen wir uns aber auch, warum auf der einen Seite durchaus berechtigt über Kostenreduktion in 10.000€ Schritten debattiert, auf der anderen Seite will man aber für mehrere Hunderttausendeuro Flächen kaufen, die nicht erschlossen sind, die nicht die erforderlichen Zu- und Abfahrten haben und bei denen keine Gewissheit besteht ob sie überhaupt bebaut werden dürfen nach der Erstellung des archäologischen Gutachtens?

 Ist die Feuerwehr nicht schon der teuerste Verein im Ort?

Bei der Definition des Begriffes „Freiwillige Feuerwehr“ muss man grundsätzlich unterscheiden zwischen den Fördervereinen und den aktiven Abteilungen der Feuerwehr als öffentliche Einrichtung der Gemeinde. Die öffentliche Feuerwehr umfasst Einsatzabteilung, Kinderfeuerwehr, Jugendfeuerwehr sowie Ehren- & Altersabteilung.
Die Aufgaben der freiwilligen Feuerwehr umfassen laut hessischem Brandschutzgesetz den vorbeugenden und abwehrenden Brandschutz, die „Allgemeine Hilfe“ sowie die „Hilfeleistung bei anderen Vorkommnissen“ und die Mitwirkung bei der „Brandschutzerziehung“.          

Bei den Fördervereinen hingegen handelt es sich um ganz normale private Vereinigungen, genau wie bei einem Gesangverein oder einen Sportverein. Sie unterstehen im Gegensatz zur öffentlichen Feuerwehr nicht der Gemeinde.

Zu den wichtigsten Aufgaben des Vereines gehört die Förderung des Feuerwehrwesens und der Jugendarbeit. Er führt Veranstaltungen durch um die öffentliche Feuerwehr zu unterstützen. Als Mitglied können Personen aufgenommen werden, die durch ihren Beitritt ihre Verbundenheit mit dem Feuerwehrwesen bekunden möchten. Zu diesem Thema zählt zum Beispiel auch das Vereinsgelände des Fördervereins im OT Ravolzhausen. Das Gelände am Haselweiher wurde geschaffen, da bereits schon jetzt in den Feuerwehrhäusern kein Platz mehr zur Verfügung steht, die Mittel zur Durchführung von Veranstaltungen zu lagern. Gleichzeitig fallen Veranstaltungen im Feuerwehrhaus in den Ortsmitten zu Lasten der Anwohner, wenn diese zu häufig sind.

Unsere Kinder und Jugendabteilung der aktiven Abteilung leistet seit Jahrzehnten aktive – und übrigens für Teilnehmer kostenlose – Jugendarbeit, finanziert durch die Gemeinde Neuberg und unterstützt durch die Fördervereine sowie unsere ehrenamtlichen Ausbilder und Betreuer.  Diese sind speziell in Jugendarbeit geschult und leisten hier einen großen Beitrag zur Nachwuchssicherung aber auch zur Jugendarbeit in Neuberg.

Bereits vor 25 Jahren wäre ein gemeinsames Feuerwehrhaus der richtige Schritt gewesen leider ist dies auch verschiedenen Themen zum Opfer gefallen, diese sollen und können sich nicht wiederholen.

Wir bitten die Politik für unsere Einsatzkräfte in Neuberg und auch zur Sicherung des ehrenamtlichen Systems hier konstruktiv und zielorientiert voranzuschreiten.

Neuberg im März 2022

Gemeindebrandinspektion Neuberg - Uwe Reifenberger und Daniel Alt

Wehrführung Neuberg – Ravolzhausen – Dr. Christian Klein und Sascha Blattner

Wehrführung Neuberg – Rüdigheim – Michael Heck und Jörg Lukowics

Am Mittwochabend wurde die Feuerwehr Neuberg (OT Ravolzhausen) zu einem brennenden Baum in die Feldgemarkung Ravolzhausen alarmiert. In der Nähe eines abgebrannten Nutzfeuers brannte ein hohler Baum. Der Baum wurde durch einen Trupp unter Atemschutz abgelöscht und die umsturzgefährdeten Reste mit der Motorsäge beseitigt. Anschließend wurde die Umgebung des Gluthaufens gewässert um eine abermalige Ausbreitung auszuschließen.
 

Am frühen Montagmittag wurde die Feuerwehr Neuberg zu einem Einsatz im Ortsteil Ravolzhausen alarmiert. Schon bei Alarmierung waren im Ortsgebiet eine starke Rauchentwicklung und eine weithin sichtbare Rauchsäule festzustellen. Vor Ort stellte sich heraus, dass eine Gartenhütte größeren Umfangs im Vollbrand stand, das Feuer auf einen angrenzenden Rohbau bereits übergegriffen hatte und auf ein weiteres Gebäude überzugreifen drohte.Durch den beherzten Einsatz von Passanten und der Feuerwehr konnte das weitere Übergreifen und noch größerer Schaden verhindert sowie der Brand, durch den Einsatz von Trupps unter Atemschutz, unter Kontrolle gebracht werden. Weitere Gebäude wurden im Einsatzverlauf mit einer Wärmebildkamera kontrolliert.
Die Wilhelmstraße musste aufgrund des Einsatzes zweitweise komplett gesperrt werden. Die Nachlöscharbeiten dauerten bis in den späten Nachmittag.Der Bauhof der Gemeinde Neuberg unterstützte mit Absperrmaterial und anschließend mit einem Radlader.Da auf Anfahrt schnell klar war, dass es sich um einen Einsatz größeren Umfangs handelte, wurde umgehend die Feuerwehr Langenselbold mit der Drehleiter, Atemschutzgeräteträgern und Löschfahrzeugen hinzu alarmiert und in der Brandbekämpfung eingesetzt. Im weiteren Verlauf kam dann die Feuerwehr Erlensee mit einem weiteren Löschfahrzeug und Atemschutzgeräteträgern hinzu.
Im Einsatz waren 2 Rettungswagen der Johanniter Unfallhilfe, eine Person wurde vorsorglich in ein umliegendes Krankenhaus verbracht. Weiter im Einsatz waren der Brandschutzaufsichtsdienst des Main-Kinzig-Kreises, eine Streife der Polizei Südosthessen Hanau II sowie kurzzeitig ein Polizeihubschrauber.
Bilder Feuerwehr Langenselbold / Feuerwehr Neuberg

 

Mit dem Einsatzstichwort "F2Y - Werkstatt" (übersetzt: Mittelbrand, Menschenleben in Gefahr!) wurde von einer Gruppe unserer Feuerwehr der Ernstfall geprobt. Für die Einsatzkräfte galt es 2 vermisste Personen (eine Übungspuppe und eine schauspielbegabte Einsatzkraft) nach einer Explosion aus einer brennenden Werkstatt zu retten.

Direkt nach dem Eintreffen wurde ein Trupp unter schwerem Atemschutz in das verrauchte Gebäude geschickt und die erste Person konnte schnell aus dem Lagerbereich gerettet werden. Danach wurde die Übungspuppe aus dem Büro gerettet und ebenfalls dem Rettungsdienst übergeben. Um die Belastung im Ernstfall zu simulieren wurde die Übung "nass", also mit Wasser in den Schläuchen und einem eigens dafür präparierten abgedichteten Strahlrohr durchgeführt.