Die CoVID-19 Pandemie stellt das öffentliche Leben auf den Kopf. Vieles hat sich verändert – so auch der Ausbildungsbetrieb der Freiwilligen Feuerwehren.

 

Während Amateursportvereine nicht mehr trainieren dürfen und Musikvereine nicht proben dürfen läuft die praktische Ausbildung bei der Freiwilligen Feuerwehr weiter. Die Frage, warum die Feuerwehr im Gegensatz zu „Ihren Vereinen“ das macht und darf, stellen sich momentan viele Bürger. Die Antwort liegt in der Organisationsstruktur und den Aufgaben. Die Feuerwehrfördervereine unterliegen den Beschränkungen wie alle anderen Vereine auch, dort gibt es keine Ausnahmen. Die Übungen und der Ausbildungsbetrieb betrifft jedoch die Einsatzabteilung der Feuerwehr. Diese ist eine offizielle Einrichtung der Kommune und eben kein Verein. Die Übungen sind dienstliche Veranstaltungen, um den Ausbildungsstand und damit die Einsatzfähigkeit der öffentlichen Feuerwehr aufrechtzuerhalten. Einfach gesagt sind die ehrenamtlichen Mitglieder der Einsatzabteilung im Dienst eine Art „Gemeindemitarbeiter“, die ganz normal zum Dienst erscheinen und eben nicht zum Freizeitsport. Geregelt wird dies auch im Hessischen Brand- und Katastrophenschutzgesetz, wonach die Kommune eine „den Anforderungen nach leistungsfähige Feuerwehr“ zu unterhalten hat im Rahmen der hoheitlichen Aufgabe des Brandschutzes und der Gefahrenabwehr. 

 

Um auch in Pandemiezeiten die Ausbildung fortzuführen wurden im Laufe des Jahres große Anstrengungen unternommen. So wurde ein Teil der Ausbildung online durchgeführt. Der theoretische Unterricht als Video-Konferenz von zu Hause bildet einen Eckpfeiler in der Ausbildung, jedoch ist dies allein nicht ausreichend. Im Einsatzfall muss jeder Handgriff in der Praxis sitzen und da führt kein Weg an der praktischen Ausbildung vorbei.

Für die Praktische Ausbildung sowie den Einsatzdienst gilt ein strenges Hygiene-Konzept. Neben dem obligatorischen Tragen einer Mund-Nase-Bedeckung zählen dazu natürlich die Abstandsregeln sowie sofern die Tätigkeit es zulässt auch die Bildung fester Ausbildungsgruppen, um im Infektionsfall die Einsatzbereitschaft trotz Quarantäne eines Teils der Mannschaft zu ermöglichen. Desinfektion von Gerätschaften und Ausrüstung gehören ebenso selbstverständlich dazu wie die Eigenverantwortung im Verdachtsfall oder bei Symptomen auch mal daheim zu bleiben bis die Sachlage geklärt wurde.

 

Das in Neuberg angewendete Hygienekonzept wurde in Zusammenarbeit mit dem Gefahrenabwehrzentrum des Main-Kinzig-Kreises sowie der Gemeinde Neuberg erarbeitet und wird natürlich stetig bzw. aktuellen Entwicklungen entsprechend angepasst, welche eng verfolgt werden, um auf wechselnde Anforderungen reagieren zu können. 

Wie der Gemeindbrandinspektor Uwe Reifenberger anmerkt: "Wir führen dies für Euch liebe Mitbürger*innen durch, damit Ihr Euch jederzeit auf Eure Feuerwehr verlassen könnt."