Einen 26 Stunden dauernden Übungstag haben die Jugendlichen der Jugendfeuerwehr Neuberg absolviert. Dabei wurden möglichst realitätsnahe Übungen durchgeführt, bei denen die Jugendlichen ihr Können unter Beweis stellen konnten.

Geplant wurde der Übungstag von dem Team der Jugendwarte der beiden Ortsteile, Eric Dankert, Jörg Kretzer, Steffen Oppermann und Kevin Tuchen unter tatkräftiger Mithilfe der Jugendgruppenleiter sowie dem Gemeindejugendfeuerwehrwart Tobias Lach.

Am Freitagabend gegen 18:00 Uhr war Treffpunkt und „Dienstbeginn“ im Feuerwehrhaus in Neuberg - Rüdigheim. Nach ein paar einleitenden Worten begann die Veranstaltung zunächst mit gemütlichem Beisammensein und einem gemeinsamen Abendessen, bei dem sich alle Beteiligten für die bevorstehenden Aufgaben ausgiebig stärken konnten.

Die erste Einsatzübung ließ auch nicht lange auf sich warten.  Nach dem Abendessen geriet in der Nähe des Bürgerhauses ein Holzstapel in Brand. Bei dieser Übung lief alles wie am Schnürchen. Hier zahlte sich die intensive Ausbildung der Jugendlichen in den Bereichen Dienstvorschriften und Technik voll aus.

Nach dem erfolgreich abgearbeiteten Einsatz mussten natürlich auch das Fahrzeug und die verwendeten Geräte gereinigt und wieder einsatzbereit gemacht werden.

Anschließend war Bettruhe angesagt, die nicht ganz so ruhig verlief, da man auf den nächsten Einsatz wartete. Dieser kam dann auch in Form des professionellen Ausleuchtens des Bolzplatzes am Sportgelände zwecks Landung einer „Rettungsdrohne“, welche einen Rettungshubschrauber simulieren sollte.

Die anschließende Nachtruhe wurde dann in den Morgenstunden durch den nächsten Einsatz beendet. Bei einem Kleinfeuer auf dem zuvor ausgeleuchteten Sportplatz war der gekonnte Umgang mit den Strahlrohren für die Floriansjünger gefragt.
Danach ging es zum Frühstück wieder ins Feuerwehrhaus bevor die Freizeit von der nächsten Einsatzübung unterbrochen wurde.

Um 10:00 Uhr ging der Alarm ein, dass am Rewe Markt eine Blechhütte in Flammen geraten war. Ebenfalls war mit starker Rauchentwicklung (dargestellt durch eine Nebelmaschine) zu rechnen. Dies wurde unter den Augen einiger Zuschauer ebenfalls professionell abgearbeitet.
Großen Dank gilt hierbei dem Rewe Markt Dadt in Neuberg und dessen Betreiber, welcher nicht nur die Fläche zur Verfügung stellte, sondern auch mit einer Spende in Form von Essen und Getränken nach der anstrengenden Übung unsere Nachwuchsbrandschützer unterstütze.

Die nächste Einsatzstelle lag in der Nähe der Blinkenmühle. Dort waren zwei Holzstapel in Brand geraten, die es zu löschen galt. Erschwerend war hier, dass keine Hydranten zur Verfügung standen, und das Löschwasser erst über eine Saugleitung der Fallbach entnommen werden musste.

Nach einer weiteren Pause mit der Gelegenheit zum Ausruhen ging es zur nächsten Übung mit dem Einsatzstichwort „H1 – Tierrettung“ zum Luisenhof / Sophienhof. Hier lernten die Jugendlichen unter anderem, dass beispielsweise Pferde in den brennenden Stall zurücklaufen können, weil sie sich dort sicher fühlen. Sie erhielten eine ausführliche Einweisung in das Verhalten und den Umgang mit Pferden in Notsituationen, was besonders einige Pferdefans sehr interessierte.

Der letzte Einsatz führte die Besatzung der beiden Löschfahrzeuge LF8 und LF10 sowie des Einsatzleitwagens dann zu einem Kleinfeuer in einem Hof in einem dichten Wohngebiet, welches bekämpft wurde und durch das schnelle Eingreifen in dem Übungsszenario schlimmeres verhindert werden konnte.

Nach der Rückkehr zur Feuerwache wurde dann zum abschließenden Abendessen  der Grill angezündet, bevor es dann langsam zum Ende des Übungstages ging. Die Fahrzeug- und Gerätepflege, welche im Feuerwehrdienst auch fest dazu gehört, wurde gemeinsam bewältigt.

Getreu dem Motto Retten-Löschen-Bergen-Schützen, welches auch dieses Wochenende begleitete, bekamen alle Jugendlichen eine personalisierte, wieder verwendbare Trinkflasche überreicht. Diese soll zur Versorgung während der Übungsabende dienen  und helfen damit Plastikmüll zu vermeiden. Denn neben dem Löschen-Retten und Bergen gehören auch der aktive Umweltschutz und das aktuelle Thema des Beachtens der Nachhaltigkeit bei allen Belangen schon lange zu den Aufgaben einer Feuerwehr. 

Zu Gast während der Veranstaltung waren auch Bürgermeisterin Iris Schröder, Gemeindebrandinspektor Uwe Reifenberger, dessen Stellvertreter, die beiden Wehrführungen der Ortsteile und viele weitere Einsatzkräfte. Sie Alle dankten den Jugendlichen für ihr starkes Engagement sowie hervorragende Teamarbeit an diesem Wochenende.
Weiterhin galt der Dank der Verantwortlichen den Jugendwarten und Betreuern, welche Ihre Zeit für die Vorbereitung und Durchführung investierten und auch sichtlich Spaß an diesem Wochenende hatten.